Schwache US-Arbeitsmarktdaten treiben Sachwerte nach oben

Gestern wurden mit Verspätung (aufgrund des Government Shut Downs) die Arbeitsmarktdaten vom September veröffentlicht. Es wurden 180.000 neue Stellen erwartet, tatsächlich waren es aber nur 148.000. Dies waren wohlgemerkt die Daten vom September, das Hick-Hack im Oktober mit Government Shut Down und dem möglichen Zahlungsunfähigkeit der USA ist hier noch nicht berücksichtigt. Die Hoffnung, dass der Oktober besser ausfällt, sollte man also nicht haben.

Die Börsen reagieren erneut konträr. Normal sollten gute Arbeitsmarktdaten den Aktien helfen, schlechte zur Zurückhaltung mahnen. Doch es geht nur noch um billiges Geld der Zentralbank, welches die Banken und Broker in den Markt pumpen können – oder eben nicht.

So sind schwache Wirtschaftsdaten ein Grund zum Kauf, da die FED unter diesen Umständen an QE festhalten muss, vielleicht sogar erhöhen!?

Diese Einstellung verhalf auch dem Goldpreis zu einem kräftigen Anstieg. Erfreulich war, dass die Gewinne im US-Handel gehalten werden konnten und die Minenaktien gut korrelierten.

Der US-Dollar verlor gestern deutlich und steuert nun auf die wichtige Unterstützung von 79 Punkten am US-Dollar-Index:

US-DollarIndex

Gleichzeitig zogen die Anleihen an, was zu fallenden Renditen führte. Die 10-jährigen US-Staatsanleihen rentieren per gestern um 2,51% p.a. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob die wichtige 3% geknackt wird, doch wie immer wieder erklärt, können sich die USA diesen „Spaß“ nicht leisten. Sie müssen bei einer Rekordverschuldung von mehr als 17 Billionen USD versuchen, die Zinsen so lange wie möglich unten zu halten und gleichzeitig eine Inflation zu schaffen, die über diesem Zinsniveau liegt.

10YZins

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