„Schwarzer Freitag“ ohne Folgeausverkauf

Mit dem Goldpreisrutsch unter 1.200 USD am Freitag war es eigentlich schon eine „ausgemachte Sache“, dass Gold am Montag unter 1.180 USD fällt. Trader, Analysten und auch einige Goldexperten sahen geringe Chancen, dass sich Gold über dieser Marke behaupten kann. Auch ich war kritisch und habe zumindest mit einem kurzen Rutsch unter diese wichtige Unterstützung gerechnet.

Doch anscheinend hat Gold das kleine „Chancenfenster“ des übertriebenen Pessimismus (siehe MMW von gestern) genutzt und viele Anleger gestern auf dem falschen Fuß erwischt.

Nachdem der Goldpreis im asiatischen Handel ein Tagestief bei 1.183,30 USD gesehen hat, setzte eine Erholung ein. Diese war so stetig und kraftvoll, dass Gold sogar wieder über die psychologisch wichtige Marke von 1.200 USD ansteigen konnte. Die Kontinuität, mit der der Goldpreis gestern nach oben geklettert ist, stimmt mich positiv. Es war kein kleiner „Knall“ nach oben, sondern ein dauerhafter Anstieg im Tagesverlauf, der zudem von einem hohen Handelsvolumen begleitet wurde.

Goldpreis im 30-Minuten-Chart

Höhere Tiefs

Es wäre vermutlich etwas zu leichtsinnig, jetzt schon eine Entwarnung auszusprechen.

Allerdings muss man feststellen, dass Gold bis gestern jeweils höhere Tiefs ausgebildet hat:

28.06.2013: 1.179,40 USD

31.12.2013: 1.181,40 USD (+2,00 USD)

06.10.2014: 1.183,30 USD (+1,90 USD)

Goldpreischart mit höheren Tiefs

Sehr unterstützend hat sich der US-Dollar gezeigt. Dieser verlor gegenüber dem Euro, aber auch gegenüber anderen Währungen (US-Dollar Index). Der Chart zeigt, wie stark der US-Dollar nach oben getrieben wurde. Es kann sein, dass es nur eine Verschnaufpause ist, könnte aber auch eine Trendwende anzeigen.

Die Indikatoren sehen kritisch aus:

US-Dollar Index 12 Monate

Auch die Zinsen haben gestern geholfen. Die Rendite der 10-jährigen hat einen Fehlausbruch nach oben gezeigt und fällt nun wieder im alten Abwärtstrend nach unten:

Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen

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