Goldaktien brechen um über 30% ein! Was ist jetzt zu tun?

Liebe Leserinnen und Leser,

die Goldaktien haben in dieser Woche einen heftigen Dämpfer bekommen. Am Dienstag brach der AMEX GOLD BUGS INDEX um mehr als 10% an nur einem Handelstag ein.

Auch der Goldpreis kam deutlich unter Druck und notiert nun auf dem tiefsten Stand seit Juni 2016.

In unserem heutigen Artikel werden wir uns sowohl die Goldaktien, als auch den Goldpreis einmal näher ansehen.

Warum ist der Goldpreis so eingebrochen? Wie tief wird er nun fallen?

Kehren die Gold-Investoren dem Metall schon wieder den Rücken zu?

Ist die Hausse der Goldaktien schon wieder vorbei?

Goldpreis: Commercials haben ihre Chance genutzt!

Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen mehrfach die 1.310 USD im Future von oben getestet. Als Gold am Dienstag erneut in diese Region ging, kam der Angriff der Commercials. Wir sehen dies sehr schön am folgenden 90-Minutenchart im Dezember-Future:

Goldpreis im 90-Minutenchart: Volumen springt nach Bruch der 1.310 USD-Marke

Goldpreis im 90-Minutenchart: Volumen springt nach Bruch der 1.310 USD-Marke

 

Das Volumen (unten markiert) sprang massiv an und am Dienstag wurden in 6 Stunden etwas mehr als 200.000 Kontrakte gehandelt (rote Balken). Sie wissen, 1 Kontrakt entspricht 100 Unzen Papier-Gold. Somit wurden enorme finanzielle Mittel in die Hand genommen. Mit über 20 Millionen Unzen Papiergold ein theoretischer Gegenwert von über 25 Milliarden USD.

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Ich gehe davon aus, dass in dieser Bewegung die COMMERCIALS einen größeren Teil der offenen Short-Positionen eingedeckt und die Spekulanten ihre Long-Positionen deutlich abgebaut haben. Die COT-Daten am Freitag sollten die Bewegung vom Dienstag bereits signalisieren.
Charttechnisch hat Gold nun die Bewegung seit dem BREXIT komplett korrigiert. Das alte Sprichwort, politische Börsen haben kurze Beine, stimmt also.

Goldpreis in US-Dollar, Schließung des BREXIT-GAP´s und nahe an der 200-Tagelinie

Goldpreis in US-Dollar, Schließung des BREXIT-GAP´s und nahe an der 200-Tagelinie

Der RSI ist so überverkauft, wie schon seit über 6 Monaten nicht mehr, ebenso der MACD. Wir haben nun einen Unterstützungsbereich zwischen 1.250 USD und 1.260 USD. Bei 1.255 USD verlaufen die 200-Tagelinie und das Tief vor dem BREXIT.

GOLDAKTIEN: 30% Korrektur der Anfang vom Ende?

Der HUI hat die offene Kurslücke von Anfang Juni geschlossen und es folgt im unteren Bereich ein relativ stabiler Unterstützungsbereich:

Amex Gold Bugs Index mit Schließung des GAP´s und dem Kampf um die 200-Tagelinie

Amex Gold Bugs Index mit Schließung des GAP´s und dem Kampf um die 200-Tagelinie

Als wichtige Marke sehe ich die 190 bis 192 Punkte im HUI. Dort befindet sich die 50%-Unterstützung. Kurzfristige Unterschreitungen im Tagesverlauf sind möglich und oft auf gewünscht, doch grundsätzlich sollte diese Marke verteidigt werden:

Amex Gold Bugs Index seit Jahresbeginn mit den Fibonacci-Unterstützungen

Amex Gold Bugs Index seit Jahresbeginn mit den Fibonacci-Unterstützungen

Ich bleibe dabei, dass wir keine nachhaltige Trendwende nach unten bei den Goldminen sehen werden, sondern dass es sich „nur“ um eine scharfe Korrektur handelt.

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Wir haben nach dem ersten Schub von 190% nach oben nun eine Korrektur von 31,20% gesehen:

Prozentuale Bewegungen des AMEX GOLD BUGS INDEX

Prozentuale Bewegungen des AMEX GOLD BUGS INDEX

Bei den wichtigen Trendwenden 2000/2001 und 2008/2009 sahen die Bewegungen ähnlich aus. Schauen wir uns diese einmal an.

2000/2001:

Trendwende beim HUI 2000/2001

Trendwende beim HUI 2000/2001

Wir sehen einen ersten Schub von 128% nach oben, dann eine 31% Korrektur. Dann ein zweiter Schub von 184% nach oben und eine anschließende Korrektur von 40%. Nach dieser erfolgte ein weiterer Schub nach oben von 181%.
Vom Tief 2000 bis zum Hoch 2008 legte der Index insgesamt knapp 1.500% zu. In den Korrekturen zu verkaufen, war am Ende eine teure Entscheidung.

2008/2009:

HUI Trendwende 2008/2009

HUI Trendwende 2008/2009

Auch bei dieser entscheidenden Trendwende nach oben legte der HUI in der ersten Phase 169% zu. Dann folgte eine 25%-Korrektur. Der nächste Schub nach oben waren 70%. Erneut eine 30% Korrektur und dann ein weiterer Schub von 65% nach oben.

Fazit:

Trendwenden zeichnen sich durch eine Initialzündung am HUI aus, die mindestens 100% nach oben geht. Während Abwärtsphasen gibt es keine derart heftigen Anstiege beim HUI.
Korrekturen von 25% bis 40% gehören dazu und sind Kaufchancen. Aktuell haben wir 31% korrigiert. Es kann also noch tiefer gehen, doch orientieren wir uns an den Trendwenden, dann sollte der Großteil der Korrektur geschafft sein.

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GOLD-ETF´s: Steigen nun alle wieder aus?

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Bestände der Gold-ETF´s. Sie wissen, dass wir seit Jahresbeginn einen massiven Zufluss gesehen haben. Nun stellt man sich die Frage, ob dieses Kapital bereits das Weite gesucht hat, nachdem Gold vom Hoch rund 100 USD verloren hat. Schauen wir uns die Bestände also an:

Kumulierte Bestände der GOLD-ETF´s mit Jahreshoch trotz Goldpreiseinbruch

Kumulierte Bestände der GOLD-ETF´s mit Jahreshoch trotz Goldpreiseinbruch

Wie wir sehen, ist genau das Gegenteil der Fall. Während der Goldpreis korrigiert, bauen Anleger (vermutlich smartes Geld der Wall-Street) die Bestände in den ETF´s nach oben aus. Wir haben in dieser Woche ein neues Jahreshoch bei den kumulierten Goldbeständen in den ETF´s markiert und dies in einer Korrektur.
Eine ähnliche Situation hatten wir im Mai/Juni. Auch damals korrigierten Gold und Goldminen. Doch die Goldbestände wurden weiter aufgestockt.

Dies sind gute Signale und eine Art Bestätigung, dass wir aktuell „nur“ eine Bereinigung sehen, die über die COMEX, als den Terminmarkt, angestoßen wurde.

Beachtenswert auch der 10-Jahresvergleich. Derart große Bewertungslücken waren fast „todsichere“ Kaufchancen:

Kumulierte Bestände der Gold-ETF´s in den vergangenen 10 Jahren und Goldpreis im Vergleich

Kumulierte Bestände der Gold-ETF´s in den vergangenen 10 Jahren und Goldpreis im Vergleich

 

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