Gold-Crash: Gold kein sicherer Hafen mehr! Jetzt short gehen?

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern war erneut ein Schreckenstag für Gold-Fans rund um den Globus. Ein regelrechter Gold-Crash!

Bereits Tage zuvor zeigte sich Gold trotz Griechenlandkrise, Bankenschließung und dem drohendem Bail-In für griechische Sparer schwach. Für logisch denkende Anleger ein Debakel.

Was muss noch geschehen, dass sich der Goldpreis erholt bzw. von diesen Unsicherheiten profitiert?

Es folgte dann das, was kommen musste. Das Bankenkartell hat die Schwäche des Goldpreises und die Enttäuschung der Anleger dazu genutzt, eine größere Attacke vorzunehmen.

Warum es die Großbanken sind und warum sie es lieben, diese Unsicherheit auszunutzen, werde ich Ihnen später noch erklären.

Blicken wir zunächst einmal auf die Bewegung gestern.

Nachfolgend der August Kontrakt im Gold im 90-Minuten-Chart (jede Kerze sind 90 Minuten Handel):

Goldpreis im 90 Minuten Chart

Goldpreis im 90 Minuten Chart

Sie sehen, wie der Druck mittags unserer Zeit zugenommen hat.

In den markierten drei Kerzen (4,5 Stunden Handel) wurden unglaubliche 123.050 Kontrakte gehandelt!

123.050 Kontrakte (1 Kontrakt entspricht 100 Unzen Papiergold) bedeuten somit 12,30 Millionen Unzen Papier-Gold!!!

Lassen Sie mich das kurz zum besseren Verständnis in Relation setzen.
BARRICK GOLD, der weltgrößte Goldproduzent, wird im laufenden Jahr voraussichtlich 6,5 Millionen Unzen Gold produzieren. Es wurde also binnen von 4,5 Stunden zweimal die Jahresproduktion von BARRICK GOLD in Papierform gehandelt. Das ist krank!

Die Schwäche wurde zunächst von einem Rückgang des Euros bzw. eines insgesamt stärkeren US-Dollars ausgelöst. Doch der Euro stabilisierte sich dann bei einem Minus von ca. 1,20% und die Attacken auf Gold wurden fortgesetzt. Positiv ist, es herrschte eine Panik.
Es sah alles nach einem Sell-Off aus und die extrem hohen Volumina unterstreichen dies. Zudem wurde die 1.140 USD nicht unterschritten und der ganz minimal ansteigende untere Trend mit bislang drei höheren Tiefs hielt ebenfalls.
Es kann heute nochmal ungemütlich werden, doch warum ein Rebound oder womöglich eine starke Bewegung nach oben möglich ist, zeige ich Ihnen gleich.

 

COMMERCIALS = Bankenkartell sind bereits für steigende Preise positioniert

Im folgenden Chart sehen Sie die Netto-Short-Position der COMMERCIALS. Kurz zur Erklärung. Hinter den COMMERCIALS verstecken sich nicht, wie man annehmen könnte, kommerzielle Goldhändler oder Goldproduzenten. Dies ist schon lange Geschichte. Es sind die mächtigen Banken dieser Welt, die den Goldpreis seit 2011 fest im Griff haben.

Immer wenn das Bankenkartell die Netto-Short-Position deutlich abgebaut hat, drehte der Goldpreis urplötzlich nach oben.

Ein Paradebeispiel war der Gold-Crash im November 2014. Technische Analysten waren sich einig, dass Gold auf 1.000 USD fallen muss, da das letzte Tief unterschritten wurde. Jedoch haben diese technischen Analysten eines vergessen und zwar die COMEX-Positionierungen der COMMERCIALS. Diese haben in die fallenden Preise hinein ihre Netto-Short-Position massiv reduziert, sprich sich bereits für steigende Goldpreise positioniert.
Sie sehen nachfolgend die Entwicklung der Position vom 01.07.2014 bis zum 30.06.2015.

Netto-Short-Position der COMMERCIALS in den vergangenen 12 Monaten

Netto-Short-Position der COMMERCIALS in den vergangenen 12 Monaten

Wie Sie schön erkennen können, wurde sowohl das Goldpreistief im November 2014 als auch das Goldpreistief im März 2015 von einer sehr niedrigen Netto-Short-Position der COMMERCIALS begleitet.

Gold drehte jeweils wenige Tage zuvor oder danach deutlich nach oben.

 

 

 

Aktuell (per 30.06.2015) liegt die Netto-Short-Position der COMMERCIALS nur noch bei -74.769 Kontrakten. Im Vergleich zur Vorwoche haben die COMMERCIALS bereits 25% der Position abgebaut. In den drauffolgenden Tagen dürfte sich diese Bewegung massiv verstärkt haben, insbesondere mit dem gestrigen Handelstag.

Das Bankenkartell nutzt also die Verunsicherung der Anleger und die der zyklisch agierenden Hedge-Fonds und Spekulanten gezielt aus, um sich für steigende Goldpreise zu positionieren. Dieses Spiel muss man verstehen! Es geht darum, Gold billig abzufischen, während der Normalanleger oder der Spekulant das Handtuch wirft.

 

Das Endspiel hat begonnen!

Wir müssen uns bewusst machen, dass das System am Abgrund steht. In diesen Phasen wird alles unternommen, um das einzige frei verfügbare, liquide, nicht beliebig vermehrbare und nicht zahlungsausfallgefährdete Investment GOLD zu schwächen.

Die Euro-Zone droht auseinanderzubrechen, der Euro droht in der Versenkung zu verschwinden.

Die weltweiten Gelddruckorgien haben die Lage verschlimmert, die Schuldenberge sind nicht mehr zu bewältigen und es läuft auf einen Reset des Systems hinaus.

Das einzige, was die Anleger noch haben, ist ein treuer Glaube in die Zentralbanken. Ein Glaube, dass, egal was passiert, die Zentralbanken dieses Unheil aufhalten können.

Sobald das Vertrauen in die Zentralbanken fällt (was in der Geschichte des Geldes regelmäßig passiert, lesen Sie hierzu bitte den Artikel von Dr. Marc Faber auf unserer Seite) werden die Dämme brechen.

Die Reichen und Mächtigen wissen dies und versuchen, sich kurz vor Torschluß noch die Taschen mit Gold und Silber vollzustopfen. Wenn man in diesem Vorgang noch viele andere aus dem Gold drängen kann, umso besser.

Es wird der Tag X kommen, an dem Gold explodiert und täglich 20$ oder 50$ steigt und dies über Wochen hinweg. Es fehlt der Auslöser dieser Bewegung, doch wenn es losgeht, werden die meisten nicht mehr dabei sein und in die Röhre schauen!

Bedenken Sie bitte, hinter den COMMERCIALS stecken so gut wie keine Goldproduzenten mehr, sondern die mächtigen Banken wie JP Morgan, CIBC und vermutlich indirekt auch die Zentralbanken. Warum sollten diese bei schlechten Aussichten eine extrem niedrige Short-Position auf Gold und Silber halten?

 

November 2014 vs. Juli 2015

Das Open-Interest steigt seit Wochen bei gleichzeitig fallenden Goldpreisen.  Die Positionierungen sind, wie oben angesprochen, bereits sehr positiv. Ein exaktes Abbild der Bewegung vom November 2014.

Die COT-Daten sehen nahezu identisch aus und auch die Bewegung beim Goldpreis.
Damals startete Gold um rund 90$ nach oben, dies kann uns nun auch ins Haus stehen!
Mit dem gestrigen Tag ist „Hinz und Kunz“ Short auf Gold, jedoch hat sich das mächtige Bankenkartell und ihre Gefolgsleute bereits für steigende, wenn nicht gar explodierende Goldpreise positioniert!

Goldpreis und unten in der Volumenanzeige sehen Sie den Verlauf des Open-Interest an der COMEX

Goldpreis und unten in der Volumenanzeige sehen Sie den Verlauf des Open-Interest an der COMEX

Fazit:

Seien Sie auf der Hut! Wer sich von den Banken ins Bockshorn jagen lässt, wird bald verlassen sein.

Die Probleme im System sind offensichtlich, doch Gold wird noch unter Verschluss gehalten. Der Druck im Kessel wird aber immer stärker und stärker! Wenn der Deckel wegfliegt, wird Gold täglich 20$ oder 50$ steigen und das Bankenkartell lacht sich ins Fäustchen.

Denken Sie logisch und ohne Emotionen.

Gold notiert aktuell nahe der weltweiten Förderkosten und nur durch die Terminbörse COMEX ist es möglich, innerhalb von weniger als 5 Stunden die zweifache Jahresproduktion einer BARRICK GOLD zu handeln.

Es sind nicht die ETF´s die hier verkaufen oder die Goldproduzenten. Es sind künstlich herbeigeführte Schwächeanfälle, die dazu verleiten sollen, Gold zu verkaufen und Long-Positionen glattzustellen.

Glauben Sie an Ihren gesunden Menschenverstand und lassen Sie sich nicht von den Gangstern an den Terminbörsen blenden.

In ein paar Wochen oder in ein paar Monaten werden wir auf diese Tage zurückblicken. Jeder wird sich im Klaren sein, dass dies die Kaufchance des Jahres war und man wird sich selbst fragen müssen, warum man nicht den Mut bewiesen hat, das zu tun!

Die Zeichen der Zeit stehen auf Sturm und Gold wird der einzige Zufluchtsort sein, der nicht ausfallgefährdet ist.
Mit Gold ist noch niemand Pleite gegangen, mit Papierwährungen wurde aber der Wohlstand ganzer Nationen vernichtet!

 

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Beste Grüße

Ihr

Hannes Huster

DER GOLDREPORT

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