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Goldpreis: Nullzins-Virus statt Corona-Virus?

Das neue Jahr ist schon wieder einige Tage alt und der Goldpreis zeigte bislang eine ordentliche Aufwärtsdynamik in 2020. Jüngst liest man immer wieder Kommentare, die den Irankonflikt oder nun den Corona-Virus für den Anstieg verantwortlich machen.

Der Goldpreisanstieg begann aber bereits Ende November, weit vor den oben angeführten Ereignissen. Der Iran-Konflikt führte nur zu einer kurzen Beschleunigung des Aufwärtstrends, doch derartige politisch getriebene Goldpreisanstiege sind nie von Dauer.

Es sind also andere Gründe, die Gold zuletzt wieder deutlich nach oben katapultieren.

Wichtige Taktgeber für den Goldpreis sind die Renditen (Zinsen) und die Inflationserwartungen, die letztendlich den vom Markt zu erwartenden Real-Zins widerspiegeln.

Was wir in den vergangenen Tagen und Wochen in den Märkten sehen, sind stagnierende bis fallende US-Renditen. So notiert die aktuelle Rendite für die 10-jährigen US-Staatsanleihen bei gerade einmal 1,68%. Jegliche Inflation über dieser Marke führt zu einem negativen Realzins auf die Sicht von 10 (!) Jahren.

Die Marktteilnehmer gehen daher zuletzt wieder verstärkt in die „inflationsgeschützten“ bzw. in die inflationsgekoppelten Anleihen, die so genannten TIPS. Die Verzinsung dieser Anleihen orientiert sich am Verbraucherpreisindex. So erhalten die Besitzer solcher Papiere höhere Zinsen, sobald die Inflation anzieht.

Im folgenden Chart sehen Sie oben die Entwicklung des iShares TIPS ETF, darunter die Goldpreisentwicklung im US-Dollar und unten die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen:

Die Bewegung ist interessant, da die Märkte bis vor einigen Tagen ein stabiles Zinsniveau für die nächsten Monate eingepreist haben. Doch jüngst verschiebt sich die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer eher in Richtung einer früheren Zinssenkung.

Noch vor einem Monat ging die Mehrheit der Marktteilnehmer davon aus, dass die US-Notenbank FED die Leitzinsen bis mindestens Dezember 2020 auf dem aktuellen Niveau halten wird. Erst dann rechneten die meisten mit einer Zinssenkung um 0,25% Basispunkte.

Mittlerweile ist man sich da nicht mehr ganz so sicher. Gemäß dem FED-WATCH-TOOL sehen nun bereits über 38% eine Zinssenkung im September als wahrscheinlich an. Auf eine noch frühere Leitzinssenkung im Juni bzw. Juli setzen aktuell 30 – 35% der Profi-Anleger.

CoT-Daten sorgen für Zurückhaltung

Die Terminmarkt-Positionen im Gold (und auch im Silber) sorgen aber seit vielen Wochen bei den Anlegern für Sorgenfalten auf der Stirn.

Bereits Ende Dezember hatten die COMMERCIALS eine Rekord-Netto-Short-Position im Gold aufgebaut, was in den vergangenen Jahren immer ein Warnsignal dargestellt hat.

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Großbanken und Gold: Wasser predigen und Wein trinken? Yuan hilft dem Goldpreis! Milliardär mit klaren Worten zu GOLD!

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Prognosen Großbanken im Edelmetall- und Rohstoffsektor herausgeben und wie viele Investoren diesen Bankstern weiterhin Glauben schenken. Wie berichtet (LINK), hatte die DEUTSCHE BANK Gold zuletzt nochmals sehr negativ eingeschätzt und einen fairen Wert von 750 USD für eine Unze Gold in den Raum gestellt. Gestern stufte die gleiche Bank, die Gold bei 750 USD für fair bewertet ansieht, gleich mehrere Gold- und Silberproduzenten von HALTEN auf KAUFEN (LINK). Konkret wurden BARRICK GOLD, NEWMONT GOLD, PAN AMERICAN SILVER und HECLA MINING hochgestuft.
  1. Wenn ich als Bank denke, Gold ist bei 750 USD fair bewertet, hätte ich alle Gold- und Silberproduzenten konsequent auf VERKAUFEN stellen müssen und nicht auf HALTEN, denn bei 750 USD bricht die Hölle bei den Minen los!
  2. Nur wenige Tage nach der „super Analyse“ mit einem fairen Wert, von fast 30% unter dem aktuellen Preis, werden reihenweise die ganz großen Minen nach oben gestuft?
Auch GOLDMAN SACHS treibt hier wieder sein Unwesen. Der Chef-Rohstoffanalyst Currie hat ja vor kurzem wieder gesagt: Gold hat das Schlimmste noch vor sich und wird unter 1.000 USD fallen. Weiterlesen