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Goldaktien schwächeln: Crash oder Ausbruch??

Ergänzend zum Artikel „Raus aus Gold: Die Short-Seller sind wieder da“ noch ein Blick auf den Goldpreis und die jüngsten Bewegungen bei den Goldaktien.

Technisch ist noch keine Überhitzung zu erkennen. Wie wir im Bärenmarkt sehr oft außergewöhnliche Schwäche gesehen haben, sehen wir nun außergewöhnliche Stärke.

Sehr spannend ist, dass Gold in allen Währungen anzieht:

Im australischen Dollar aktuell 2.245 AUD die Unze (Allzeithoch).
Im Euro aktuell 1.360 Euro je Unze, was nicht mehr weit vom Allzeithoch bei knapp 1.400 Euro entfernt liegt.
In der indischen Rupie ein neues Allzeithoch.
Im kanadischen Dollar ein neues Allzeithoch (über 2.000 CAD).
Im britischen Pfund ein neues Allzeithoch bei 1.260 GBP.
Im japanischen Yen nahe dem Allzeithoch bei aktuell 160.206 YEN.
Im südafrikanischen Rand: Neues Allzeithoch bei 23.252 Rand.
Im chinesischen Yuan neues 5-Jahreshoch.
Im brasilianischen Real: Neues Allzeithoch bei 6.050 BRL.
Mexikanischer Peso: Neues Allzeithoch.
Russischer Rubel sehr nahe am Allzeithoch, aktuell 99.484 Rubel, das Hoch lag bei 100.000 Rubel.

Die Breite des Anstiegs ist also extrem und steigende Preise ziehen mehr Käufer an. Da Gold diesmal in allen Währungen steigt, blicken deutlich mehr Investoren auf Gold, als in früheren Phasen.

Die Goldaktien hinken seit zwei Tagen hinterher. Die Anleger scheinen dem Goldpreisanstieg nicht wirklich zu trauen.

Der HUI gestern mit einem Minus 1,21% und auch die australischen Werte heute eher gemischt.

Die GDX-GLD-Ratio kämpft derzeit mit der Marke von 0,21. Hier liegt ein Widerstand, an dem die Ratio mehrfach gescheitert ist. Gelingt der Ausbruch, dann wäre 0,24 das nächste Ziel, was das Hoch aus 2016 wäre:

Im GDX selbst, sehen wir diesen Widerstand noch besser.

Er liegt mehr oder weniger bei 30 USD. Das ist keine leichte Nuss, die es hier zu knacken gilt, doch sollte der GDX darüber hinaus ausbrechen, dann wären 40 USD das nächste Ziel, was über 30% Potential bedeuten würde:

Fazit:

Die neuen CoT-Daten zeigen klar auf, dass Gold konsolidieren oder korrigieren müsste. Jedoch würde ich darauf nicht wetten (short gehen), da die Marktbreite des Anstiegs extrem ist.

Jedoch signalisieren nun die Goldaktien seit zwei Tagen auch diesen Korrekturbedarf.

Die Überraschungen im Bullenmarkt liegen aber immer auf der Oberseite, von daher könnte es sein, dass nun viele sich zu sehr auf die CoT-Daten versteifen und die kleine Schwäche der Goldaktien und dann der überraschende Ausbruch nach oben kommt.

Genau weiß es niemand, doch wir müssen für uns alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Jetzt Probelesen

Beste Grüße,

Ihr

Hannes Huster

Raus aus Gold! Die Short-Seller sind wieder da!

Die jüngsten CoT-Daten stammen vom 06.08.2019. An diesem Tag notierte der Goldpreis im Bereich von 1.460 USD. Heute stehen wir nochmals gut 50 USD höher.

Was sagen uns die berühmten CoT-Daten überhaupt?

Im Grunde gibt es zwei Gruppen, die den Terminmarkt im Gold bestimmen. Einmal die COMMERCIALS und zum anderen die großen Spekulanten. Die kleinen Spekulanten sind für die Bewegungen weniger von Bedeutung, sind aber oft ein guter Indikator für die Stimmung.

Mit dem jüngsten Goldpreisanstieg haben die COMMERCIALS die Netto-Short-Position auf über -324.000 Kontrakte ausgebaut. Dies ist der höchste Stand seit September 2016! Zwei Wochen zuvor erreichte der Goldpreis 1.350 USD und ab dann ging es gut 200 USD nach unten:

Nun hat die Netto-Short-Position der COMMERCIALS erneut ein ähnlich hohes Niveau erreicht, wie nachfolgend zu sehen:

Auch die großen Spekulanten sind aktuell so bullisch positioniert, wie schon seit 2016 nicht mehr.

Die Sorge, dass der Goldpreis nun einen Korrekturbedarf aufweist, ist also nicht von der Hand zu weisen.

Jedoch haben wir aktuell eine andere Situation als 2016 vorliegen und zwar in vielerlei Hinsicht.

Zunächst einmal der wichtigste Punkt: Die Trendwende bei der US-Zinspolitik!

Im Herbst 2016 wurden die Marktteilnehmer von der FED darauf eingestimmt, dass die US-Notenbank in den folgenden Quartalen zu einer normalen Zinspolitik zurückkehren wird.

Es galt und gilt dabei immer das Motto: NEVER FIGHT THE FED!

So hat sich das Wall-Street-Kapital brav an dieses Motto gehalten und sich entsprechend positioniert.

Gold wurde verkauft, Aktien wurden gekauft und Anleihen verkauft. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen zog von September 2016 von unter 1,50% auf über 3,20% nach oben:

Dieses Umfeld steigender Zinsen, eines stärkeren US-Dollars und einer niedrigen Inflation war GIFT für Gold!

Doch wie Sie sicherlich schon im Chart oben gesehen haben, sind die Renditen für die US-Staatsanleihen in den vergangenen Monaten komplett eingebrochen. Sie halbierten sich in etwa!

Dies ändert die Ausgangslage dramatisch.

Die Situation heute, ist nicht mehr mit der vom Herbst 2016 zu vergleichen. Damals hatte Gold die Richtungsänderung der FED als stärksten Gegenwind. Heute hat sich das Blatt um 180 Grad gewendet!

Die FED hat bereits die erste Zinssenkung vorgenommen und der Markt drückt die US-Notenbank weiter an die Wand. Bis Jahresende könnte es zu weiteren 3 (!) Zinssenkungen kommen, vertraut man auf die Positionierungen am Terminmarkt:

Bis Dezember rechnen 42,10% der Marktteilnehmer mit drei weiteren Zinssenkungen, 39,80% rechnen mit mindestens zwei weiteren Zinssenkungen.

Währungskrieg kennt nur einen Gewinner!

Wir sehen also, dass die FED unter gewaltigem Druck steht und die Zinswende wurde mit der ersten Zinssenkung eingeleitet. Alle gegensätzlichen Aussagen sind Quatsch.

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Indikator signalisiert die stärkste Goldaktien-Rallye seit Jahrzehnten

Es läuft meine Damen und Herren.

Unser Wachstumsdepot ist seit Januar um über 30% gestiegen.

Die größten Gewinner sind unsere ausgewählten Goldproduzenten mit Kurssteigerungen von 44%, 49%, 72% und 146% seit Jahresbeginn.

Mit unseren Sonderspekulationen sieht es ähnlich aus:

Unser Kali-Favorit mit +65% seit Januar.

Unsere Übernahmespekulation seit unserem Kauf im März: +80%.

Meine Aktie, über die in 2019 und 2020 der Markt noch viel sprechen wird und an der vermutlich dann niemand mehr vorbeikommt: +95% seit Januar.

Im Trading-Depot aktuell eine Position mit 179% Gewinn, die andere mit +80%.

Die letzten Gewinnmitnahmen: +56%, +125% und +74%. Keine Position im Verlust!

Anleger sind woanders und verpassen alles

Das Gute an der aktuellen Rallye ist, dass man nun sehr schön sieht, wie die guten Aktien, die wir teilweise auch schon sehr lange halten, nach und nach anziehen.

Jedoch gibt es einen Indikator, der mich noch viel optimistischer für die nächsten Wochen und Monate stimmt, als es ein GDX-GLD Ratio oder andere jemals tun könnten: meine internen Statistiken.

Es gab in den letzten 13 Jahren noch nie eine derart starke Aufwärtsphase bei Gold und den Goldaktien, bei der so wenig Anleger wie aktuell dabei sind.

Das absolute Stimmungstief, gemessen an meinen internen Zahlen, war im April 2019. Zu diesem Zeitpunkt haben nochmals viele Anleger im Sektor aufgegeben und das Handtuch geschmissen.

Ein weiterer extrem spannender Punkt ist, dass kaum neue Investoren in den letzten Wochen hinzugekommen sind. Diese stehen verwundert an der Seitenlinie und misstrauen dem Geschehen im Sektor.

Sie warten ab und scheuen sich, Geld für gute Informationen auszugeben. In ein paar Monaten werden diese Anleger völlig frustriert zugeben müssen, die Rallye komplett verpasst zu haben.

In der „Gefühlslaufbahn“ des typischen Anlegers befinden wir uns in etwa in der markierten Phase zwischen „kein Glaube an die Erholung“ und „Hoffnung aber hohe Skepsis“.

Die nächste Phase, in der dann die Anleger zurückkehren, ist die Phase „ängstlich, etwas zu verpassen“. Diese haben wir noch immer nicht, was ich super finde.

Das war es auch schon für heute!

Jetzt Probelesen

Goldene Grüße,

Ihr

Hannes Huster

Gold steigt, aber was ist mit Silber los?

Der Goldpreis konnte zuletzt aus der sehr langen Konsolidierungsformation nach oben ausbrechen und dies mit erhöhtem Handelsvolumen:

Zuletzt gab es immer wieder Rücksetzer im Goldpreis, doch diese fielen relativ „flach“ aus und die Investoren nutzten diese ziemlich zügig als Kaufchancen.

Das sind in der Regel die Signale, die wir in einem Bullenmarkt sehen: „Buy the dip“.

Silber hinkt hinterher

Eine Frage, die in den vergangenen Tagen häufiger aufkommt ist, warum Silber noch relativ schwach zum Goldpreis handelt und ob dieses einen Warnsignal ist oder eine Chance?

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Gold steigt und Notenbanken unter Druck: Mein Geschenk für Sie!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute habe ich ein Geschenk für Sie im Gepäck, doch hierzu später mehr.

Zunächst einmal ein Blick auf die Märkte.

Der Goldpreis ist im Februar erneut am Ausbruch nach oben gescheitert und was dann folgte, war eine langgezogene Goldpreiskorrektur, die gleichzeitig für ein extremes Stimmungstief bei Gold und vor allem bei den Goldaktien gesorgt hat.

Viele Gold-Fans, ja selbst Goldaktien-Investoren, die schon seit über 10 Jahre im Sektor vertreten waren, haben die weiße Flagge gehisst. Frustration, Resignation und Trauerstimmung machte sich breit.

Seit mittlerweile 13 Jahren bin ich im Gold- und Rohstoffsektor aktiv und bekomme natürlich die Stimmung am Markt direkt mit. Die scheinbar unendliche Lethargie bei vielen Goldaktien brachte selbst die sonst eher hartgesottenen Gold-Bugs zur Verzweiflung.

Niedrige Bewertungen, Rekord-Quartalszahlen und Insiderkäufe, selbst diese bullischen Indikatoren konnten oft nicht auf die Sprünge helfen.

Die „offiziellen“ Stimmungsindikatoren signalisierten ebenfalls Signale der Aufgabe.

So zu sehen am Sentiment für die Goldminen-Indizes XAU und HUI. Ende Mai lag der Bullen-Anteil beim XAU und beim HUI bei soliden 0%:

In meinen Artikeln habe ich oft über antizyklisches Investieren geschrieben und auch darüber, wie schwer dieser Ansatz in der Realität umzusetzen ist.

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