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Gestern ganz wichtiger Tag!

Gestern war ein ganz wichtiger und vielleicht entscheidender Tag für die Goldaktien. Der gesamte Sektor zeigte Stärke und es kam nach vielen Wochen der Tristesse wieder „Leben in die Bude“.

Der GDX (Goldaktien-ETF) zog über das letzte kleine Hoch, was andeuten könnte, dass sich die Formation nun nach oben auflöst:

Ein vergleichbares Chartbild beim HUI:

Die von vielen technischen Anlegern ausgemachte Schulter-Kopf-Schulter-Formation beim Goldpreis und auch bein den wichtigen Goldaktien-Indizes scheint sich nicht zu bestätigen.

Short-Squeeze?

Aktuell sind viele Trader und Spekulanten mit hohen Short-Positionen im Goldaktien-Sektor engagiert. Bestätigt sich der Ausbruch aus der Konsolidierung, dann müssen diese Shorts eingedeckt werden.

Starke Berichtssaison

Die Berichtssaison bei den Goldminen läuft auf Hochtouren und bislang konnten viele Produzenten mit starken Ergebnissen aufwarten. Das hatte ich exakt so erwartet, da der durchschnittliche Goldpreis, den die Minen im 3. Quartal erzielt haben, im Schnitt 120 – 150 USD höher lag, als zuvor.

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Starke Charts

Seit September konsolidierte der komplette Sektor der Goldminen, obwohl sich Gold eigentlich bravourös im Bereich von 1.500 USD gefestigt hat. Einige der Produzenten konnten sich recht ordentlich um die Hochs halten, andere haben 20% – 30% korrigiert.

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Gold: Positive Signale häufen sich!

Es ist schon spannend zu sehen, was sich im Goldsektor innerhalb der vergangenen Wochen getan hat.

Der Goldpreis erreichte in vielen Währungen ein Allzeithoch, jüngst auch im Euro bei rund 1.400 Euro je Unze:

Von einer Euphorie in Sachen Gold, merkt man aber zuletzt noch vergleichsweise wenig.

Zu lange war die Frustrationsphase für die Goldanleger. Viele Deutsche haben Gold erst ab 2010 so richtig auf dem Schirm gehabt und in der Sorge um den Zusammenbruch der Eurozone, wurde auf hohem Niveau gekauft.

Darauf folgten Jahre der Tristesse. Der Goldpreis im Euro ging von 1.400 Euro auf unter 900 Euro je Unze zurück und dementsprechend verbuchte man diese Investition als Fehlentscheidung.

Degussa berichtet von massiven Goldankäufen

Bereits im Juni, als der Goldpreis bei etwa 1.230 Euro notierte, suchten viele dieser Anleger das Weite. Sie verkauften ihre Goldschätze wieder an die Edelmetallhändler und waren froh, noch mit einem blauen Auge aus ihren Goldanlagen gekommen zu sein.

So berichtete der Edelmetallhändler DEGUSSA in einem Bericht vom 24.06.2019, dass das Ankaufvolumen massiv gestiegen sei:

Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2018 stieg die Anzahl der Ankäufe von Goldprodukten insgesamt um mehr als 100 Prozent – das höchste Niveau seit 5 Jahren. Der Service des Online-Ankaufs über die Degussa-Webseite, bei dem der Preis sofort fixiert werden kann und die Edelmetallstücke per versichertem Versand an die Degussa geschickt werden, stieg in den letzten sechs Monaten sogar um circa 480 Prozent im Vergleich zum 2. Halbjahr des letzten Jahres.

https://www.degussa-goldhandel.de/goldpreis-rally-fuehrt-bei-degussa-zu-stark-steigendem-ankaufsgeschaeft-im-ersten-halbjahr-2019/

Diese Angaben festigen meine obige Einschätzung!

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Viele Anleger an der Seitenlinie

Lassen wir all dieses Tagesrauschen außen vor, so sehen wir einen soliden Aufwärtstrend und einen Goldpreis, der sich so gut da oben festbeißt, wie es wohl kaum jemand vor einigen Monaten gewagt hätte zu prognostizieren:

Je länger Gold sich um dieses Niveau hält, desto interessanter wird die Situation. Gold gestern zum Beispiel mit einem Allzeithoch im Euro. Somit lachen nun die Goldanleger, wurden sie noch vor einem Jahr von den Aktien-Investoren ausgelacht.

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Goldaktien schwächeln: Crash oder Ausbruch??

Ergänzend zum Artikel „Raus aus Gold: Die Short-Seller sind wieder da“ noch ein Blick auf den Goldpreis und die jüngsten Bewegungen bei den Goldaktien.

Technisch ist noch keine Überhitzung zu erkennen. Wie wir im Bärenmarkt sehr oft außergewöhnliche Schwäche gesehen haben, sehen wir nun außergewöhnliche Stärke.

Sehr spannend ist, dass Gold in allen Währungen anzieht:

Im australischen Dollar aktuell 2.245 AUD die Unze (Allzeithoch).
Im Euro aktuell 1.360 Euro je Unze, was nicht mehr weit vom Allzeithoch bei knapp 1.400 Euro entfernt liegt.
In der indischen Rupie ein neues Allzeithoch.
Im kanadischen Dollar ein neues Allzeithoch (über 2.000 CAD).
Im britischen Pfund ein neues Allzeithoch bei 1.260 GBP.
Im japanischen Yen nahe dem Allzeithoch bei aktuell 160.206 YEN.
Im südafrikanischen Rand: Neues Allzeithoch bei 23.252 Rand.
Im chinesischen Yuan neues 5-Jahreshoch.
Im brasilianischen Real: Neues Allzeithoch bei 6.050 BRL.
Mexikanischer Peso: Neues Allzeithoch.
Russischer Rubel sehr nahe am Allzeithoch, aktuell 99.484 Rubel, das Hoch lag bei 100.000 Rubel.

Die Breite des Anstiegs ist also extrem und steigende Preise ziehen mehr Käufer an. Da Gold diesmal in allen Währungen steigt, blicken deutlich mehr Investoren auf Gold, als in früheren Phasen.

Die Goldaktien hinken seit zwei Tagen hinterher. Die Anleger scheinen dem Goldpreisanstieg nicht wirklich zu trauen.

Der HUI gestern mit einem Minus 1,21% und auch die australischen Werte heute eher gemischt.

Die GDX-GLD-Ratio kämpft derzeit mit der Marke von 0,21. Hier liegt ein Widerstand, an dem die Ratio mehrfach gescheitert ist. Gelingt der Ausbruch, dann wäre 0,24 das nächste Ziel, was das Hoch aus 2016 wäre:

Im GDX selbst, sehen wir diesen Widerstand noch besser.

Er liegt mehr oder weniger bei 30 USD. Das ist keine leichte Nuss, die es hier zu knacken gilt, doch sollte der GDX darüber hinaus ausbrechen, dann wären 40 USD das nächste Ziel, was über 30% Potential bedeuten würde:

Fazit:

Die neuen CoT-Daten zeigen klar auf, dass Gold konsolidieren oder korrigieren müsste. Jedoch würde ich darauf nicht wetten (short gehen), da die Marktbreite des Anstiegs extrem ist.

Jedoch signalisieren nun die Goldaktien seit zwei Tagen auch diesen Korrekturbedarf.

Die Überraschungen im Bullenmarkt liegen aber immer auf der Oberseite, von daher könnte es sein, dass nun viele sich zu sehr auf die CoT-Daten versteifen und die kleine Schwäche der Goldaktien und dann der überraschende Ausbruch nach oben kommt.

Genau weiß es niemand, doch wir müssen für uns alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

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Beste Grüße,

Ihr

Hannes Huster

Gold steigt und Notenbanken unter Druck: Mein Geschenk für Sie!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute habe ich ein Geschenk für Sie im Gepäck, doch hierzu später mehr.

Zunächst einmal ein Blick auf die Märkte.

Der Goldpreis ist im Februar erneut am Ausbruch nach oben gescheitert und was dann folgte, war eine langgezogene Goldpreiskorrektur, die gleichzeitig für ein extremes Stimmungstief bei Gold und vor allem bei den Goldaktien gesorgt hat.

Viele Gold-Fans, ja selbst Goldaktien-Investoren, die schon seit über 10 Jahre im Sektor vertreten waren, haben die weiße Flagge gehisst. Frustration, Resignation und Trauerstimmung machte sich breit.

Seit mittlerweile 13 Jahren bin ich im Gold- und Rohstoffsektor aktiv und bekomme natürlich die Stimmung am Markt direkt mit. Die scheinbar unendliche Lethargie bei vielen Goldaktien brachte selbst die sonst eher hartgesottenen Gold-Bugs zur Verzweiflung.

Niedrige Bewertungen, Rekord-Quartalszahlen und Insiderkäufe, selbst diese bullischen Indikatoren konnten oft nicht auf die Sprünge helfen.

Die „offiziellen“ Stimmungsindikatoren signalisierten ebenfalls Signale der Aufgabe.

So zu sehen am Sentiment für die Goldminen-Indizes XAU und HUI. Ende Mai lag der Bullen-Anteil beim XAU und beim HUI bei soliden 0%:

In meinen Artikeln habe ich oft über antizyklisches Investieren geschrieben und auch darüber, wie schwer dieser Ansatz in der Realität umzusetzen ist.

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Es kommt eben doch auf die Größe an!

Es wird oft beteuert, dass es nicht auf die Größe ankommt, sondern auf andere Dinge.

Wo denken Sie hin? Ich rede natürlich von Aktien!


Die kanadische Royal Bank of Canada hat jüngst institutionelle Anleger und Rohstoff-Investoren befragt, was für sie ein entscheidende Investitionskriterium sei.

Die Antwort auf diese Frage war: LIQUIDITÄT!

Ohne ausreichend Liquidität in einer Aktie wollen, können oder dürfen größere Investoren überhaupt nicht mehr aktiv werden. Als eine Wunschgröße wurde ein Tagesvolumen von 25 Millionen USD genannt, was eine Hausnummer ist!

Interessant in diesem Zusammenhang war dann eine Analyse diverser Goldproduzenten. Die Analysten haben sich angeschaut inwiefern das durchschnittliche Umsatzvolumen eines Goldproduzenten mit der vom Markt gegebenen Bewertung korreliert.

Und tatsächlich zeigte sich, dass die großen Produzenten wie NEWMONT MINING, BARRICK GOLD, AGNICO EAGLE MINES, GOLDCORP oder KIRKLAND LAKE GOLD vom Markt eine höhere Bewertung auf Basis der Netto-Vermögenswerte erhalten, als Produzenten mit weniger Liquidität.

Günstige Chancen in der zweiten Reihe

Während die oben angeführten BIG-BOYS der Branche dem 1,1 bis 1,6-fachen NAV (Net Asset Value) gehandelt werden, gibt es in der zweiten Reihe Goldproduzenten, die gerade einmal mit 0,4 – 0,8 des Netto-Inventarwertes bewertet werden.

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